Schwer ist die Luft im grauen leeren Zimmer,

Mit jedem Atemzug wird es noch schlimmer.

Etwas sitzt hier nicht ganz richtig,

Die Luft ist nicht mehr durchsichtig.

Ich weiß, ich darf nicht wirklich hier sein,

Doch das Zimmer war damals auch doch noch meins.

Der Duft erinnert an allem, was war.

Es erscheint so klar, so gemütlich, so nah.

Ich will stehen bleiben, aber weiß, ich sollte es nicht.

Und wie nur die verdammte Luft einem in die Lungen sticht.

Ich will den Duft nicht mögen, ich weiß woher er stammt,

Doch das Gefühl ist schön, wie er mich umarmt.

Der Duft verspricht

Wärme und Licht.

Was habe ich nur losgelassen?

Bin ich es, die einen Fehler macht?

Ich habe keine Kraft zum Hassen.

Die Luft wird laut so, wie sie lacht.

Ich entferne mich,

Das Zimmer ist dabei beleidigt

– War nie meine Absicht

Ich dachte, wir waren uns einig.

Außerhalb des Zimmers

Sticht es noch immer.

Dieses Mal sind es Tränen

Wegen all die Sachen, die mir fehlen

Nadezhda Daskalova, 12